Qualitätsstandards

"Jobbörsen"

schießen seit einigen Monaten wie Pilze aus dem Boden. Das konnten Sie sicher selbst feststellen, bevor Sie auf unsere Homepage gelangt sind.
Nach den Stellenmärkten z.B. in Zeitungen und bei Radiosendern hat 2002 die Bundesregierung - und entsprechend die Bundesagentur für Arbeit - das "Jobben" für würdig gefunden, in den sogn. Hartz-Gesetzen zu verankern; das Internet-Portal der Bundesagentur für Arbeit z.B. enthält einen Stellenmarkt, der Jobbörse benannt wird; überall entstehen JobCenter, es gibt ein Job-AQTIV-Gesetz und es gibt "Ein-Euro-Jobs".

Ihnen ist sicher auch aufgefallen, dass die früher eher negativ besetzte "Gelegenheitsarbeit" in den natürlich wesentlich netteren Begriff "Arbeitsgelegenheit" verändert wurde? Damit ist das "Jobben" salonfähig geworden und auch Spitzenpolitiker nutzen nun diesen Terminus in der Öffentlichkeit.
Die Not am Arbeitsmarkt macht es möglich!

Die inflationäre Nutzung dieses Begriffes "Job" treibt zum Teil skurrile Blüten und veranlasst uns als die älteste Jobbörse in Deutschland, mit unseren wenigen Möglichkeiten etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen und Ihnen eine Hilfestellung zu geben, was Sie von einer Jobbörse erwarten sollten.

Wir haben den Namen Jobbörse 1988 als Erste genutzt, um unserem Projekt eine treffende Bezeichnung zu geben, denn:

1.
Die erste Grundregel unserer Jobbörse ist die Freiwilligkeit der Teilnahme daran - wie es eben das Grundprinzip einer Börse ist. Verbindlichkeiten ergeben sich erst, wenn ein Job übernommen wird.

2.
Die zweite Grundregel ist der Bedarf aller Nutzerinnen und Nutzer der Jobbörse . Das setzt einerseits individuelle Arbeitslosigkeit - und andererseits die Suche nach Hilfs-, Fach- oder Führungskräften voraus. Dieser Bedarf ist mit dem Begriff "Job" umschrieben, weil die Zeitdauer der Arbeit keine primäre Rolle spielt, sondern mehr die Nutzung aller seriösen Arbeitsmöglichkeiten durch die Arbeitssuchenden.

3.
Die dritte Grundregel ist die Akzeptanz der Fähigkeiten und Berufserfahrungen von (auch jungen) Arbeitsuchenden, die im Laufe des Lebens erworben worden sind. Wir gehen davon aus, dass alle Arbeitsuchenden Kompetenzen haben, die im Arbeitsmarkt gefragt sind und eingebracht werden können.

4.
Die vierte Grundregel richtet sich gegen das Primat der Statistik!
Als erfolgreiche Vermittlung zählt ausschließlich die Übergabe eines
"Jobs" an einen Arbeitssuchenden.
Unabhängig von der Dauer des
"Jobs" wird ein dem Vermittelten zustehender Lohn - bzw. zustehendendes Gehalt gezahlt. Praktika, Schnupperkurse, Volontariate etc. zählen solange nicht als Vermittlung, solange sie nicht in einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag münden.

5.
Die fünfte Grundregel ist die Möglichkeit der Teilnahme aller Arbeitssuchenden - auch derjenigen, die nicht in den offiziellen Statistiken erscheinen, weil sie nicht im Bezug von Sozialleistungen stehen.

6.
Die sechste Grundregel ist eine ureigene unserer Jobbörse:
Trotz der Akzeptanz der Tatsache, dass es Phasen im Leben gibt, in denen junge Arbeitslose ausschließlich Geld verdienen wollen, orientieren wir bei unserer Arbeit immer auf den Abschluss eine Ausbildung. Entsprechend sind wir in unserer alltäglichen Arbeit offen für alle Fragen der Jugendlichen zur Jugendberufshilfe.

Nur aus diesen sechs Grundvoraussetzungen ergibt sich unsere Funktion als Vermittler:

Die Mitarbeiter der Jobbörse sind die fachlichen (und in unserem speziellen Fall auch sozialpädagogischen) Moderatoren, die vakante Kompetenzen im Arbeitsmarkt finden und passgenau Arbeitsuchende dorthin vermitteln.


Es handelt sich also um eine zweigliedrige Dienstleistung im Arbeitsmarkt zum vielseitigen Vorteil.

Für alle Jobbörsen, deren Arbeitsgrundlage das SGB ist, sollte gelten, dass neben dem pragmatischen Vermittlungsansatz immer auch eine hohe soziale Verantwortung besteht.

Alle Besonderheiten der verschiedenen Jobbörsen, z.B. Eingrenzungen der Zielgruppe oder regionale Festlegungen, sollten diese Tatsache berücksichtigen.