Chronik der Jobbörse

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1991 - 1992
1993 - 1994
1996 - 1997
1998 - 1999
2000 - 2004
2005
2006
2007
2008 / Herbst 2008
2009
2010

Presse-Stimmen

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Sommer 1991

Aufnahme der Jobbörse am Prenzl´berg in das erweiterte Programm "arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit" für die Neuen Bundesländer für zunächst 3 Jahre als Modellprojekt aus dem Bundesjugendplan des Bundesministeriums für Familie, Jugend, Frauen und Senioren. Konzepterweiterung durch Einrichtung einer Schuldnerberatung. Erteilung der befristeten Erlaubnis zur Arbeitsvermittlung durch die Bundesanstalt für Arbeit (§ 24 AFG).

01.11.1991

Einzug der Jobbörse in die "Kachel 84", Dimitroffstr.84, einer Außendienststelle des Bezirksamtes Prenzlauer Berg, Abt. Jugend und Sport -" Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit"

05.02.1992

Zur 1. Jobvermittlung kommen 10 Jobber, davon 6 Frauen. 4 Jobs werden vermittelt

Anfang 1993 bis 1994

Verlängerung der Modellphase für die Jobbörse bis zum 31.12.1997. Erste Überlegungen und Gespräche mit der Jugendförderung zum erweiterten Beratungsangebot aufgrund steigender Nachfrage zur Berufsorientierung und sozialer Beratung. Erteilung der unbefristeten Erlaubnis zur Arbeitsvermittlung durch die Bundesanstalt für Arbeit (§ 24 Abs. AFG).

August 1994

Aufhebung des Vermittlungsmonopols der Bundesanstalt für Arbeit, Zulassung von privaten Arbeitsvermittlungen, für die Jobbörse aber - trotz der Konkurrenz - ohne nennenswerten Rückgang der Arbeitsangebote der Jobbörse.

Mai 1994

Die Jobbörse initiiert erste Gespräche mit dem Bezirksamt Prenzlauer Berg, Abt. Jugend, Familie und Sport, Amt III, Sozialpädagogische Dienste zur Kooperation der Ämter VI und III; daraus folgt die Erarbeitung des Kooperationskonzeptes "Jugendberatungshaus TriAs" (Jobbörse, Jugendberufshilfe und Jugendberatung)

November 1994

Durchschnittlich 35 JobberInnen suchen nun dieJobbörse pro Vermittlungstag auf( immer mittwochs und freitags früh ab 9.00 Uhr). Die Raumkapazitäten in der "Kachel 84" sind voll ausgelastet, teilweise herrschen chaotische Zustände während der Vermittlung - Drängeleien in saisonalen Spitzenzeiten mit bis zu 60 jungen Erwachsenen auf ca. 25 qm Vermittlungsraum.

Juli 1996

Umzug in die ehemalige Kindertagesstätte in der Storkower Str.56, 10409 Berlin. Viel Platz und Licht und Sonne im angrenzenden Garten und den Räumen! Zusätzliches Angebot werden durch die Jobbörse eingerichtet: duschen, Wäsche waschen und trocknen, ermöglicht durch eine Spende der Fa. Eternit.

19. März 1997

Die Jobbörse feiert mit einem kleinen Buffett und einer großen Pressekonferenz den 5. Geburtstag. Das Echo auf die Jobbörse am Prenzl´berg durch die Veröffentlichung in Printmedien, Fernsehen und Rundfunk ist unerwartet hoch!

Mai 1997

Das Modellprojekt "Jugendberatungshaus TriAs" veröffentlicht in einer Dokumentation die aktuellen Ergebnisse der Beratung und Vermittlung. In Berlin findet das Modellprojekt in den Bezirken und unter Fachleuten großes Interesse. Einige Bezirke realisieren ähnliche Jugendberatungshäuser.

06.11./07.11.97

Die Jobbörse ist Mitveranstalterin der 1. JugendberufsNOTtage, die in den Königstadt-Terrassen, Schönhauser Allee 10, stattfinden. Träger ist der Verein "Jugendberufshilfe Prenzlauer Berg e.V.", ein erlesener Zusammenschluß von Fachkräften der kommunalen und öffentlichen Jugendhilfe. Zu dieser Tagung wird eine umfassende Dokumentation veröffentlicht. Ein Ergebnis dieser Tagung ist die Gründung des Vereins "Regionaler Ausbildungsverbund Urban e.V." im Mai 1998.

31.12.1997

Ende der Modellphase für die Jobbörse. Herausgegeben wird eine Broschüre der Jobbörse als Abschluss der Modell-Laufzeit.

01.05.98

Gründung des Vereins "Regionaler Ausbildungsverbund Urban e.V." (siehe oben)

02.12.1999

Im Rahmen des Wettbewerbs "Fit für Leben und Arbeit" des Deutschen Jugendinstituts, in Auftrag gegeben durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend erhält die Jobbörse eine Prämie.

2000-2004

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Juli 2000

Die Jobbörse unterstützt im Rahmen von Micropolis - Lokales Kapital für soziale Zwecke den Aufbau einer Ferienjobvermittlung im Prenzlauer Berg. Das Projekt scheitert aus mehreren Gründen, z. B. auch rechtlichen Rahmenbedingungen (wie Jugendarbeitsschutzgesetz).

Die Standards der Jugendberufshilfe in Berlin sind innerhalb Deutschlands beispielgebend geworden. Ein hohes Maß an Innovation und Fachlichkeit wird der Berliner Vorgehensweise beschieden - allerdings auch Kritik des hohen Niveaus beim Einsatz finanzieller Mittel für diese Form der Jugendhilfe. Angesichts der sich verschlechternden finanziellen Situation der Wirtschaftslage allgemein und der sehr kritischen Haushaltslage des Landes Berlin im Besonderen wird der politische Druck auf Kürzungen im Sozialen Bereich auch bei der Jugendberufshilfe deutlich spürbar. Jugendberufshilfe wird sich in den folgenden Jahren mehr und mehr auf Maßnahmen der Berufsausbildung konzentrieren - andere Formen der Integration Jugendlicher in die Arbeitswelt spielen zunehmend eine marginale Rolle bei der Förderung. Das wirkt sich unmittelbar auf die Jobbörse aus: Von insgesamt 5 Jobbörsen gibt es ab dem 01.01.2003 in Berlin nur noch die Jobbörse im Bezirk Pankow, Region Prenzlauer Berg.

Herbst 2001

Der Bundesrechnungshof prüft die Arbeit der Bundesanstalt für Arbeit - u.a. mit dem Ergebnis, das die statistischen Angaben der BA zu Vermittlungen nicht den realen Vermittlungszahlen entsprechen. Damit beginnt der eigentliche Veränderungsprozess in und um die BA, der später in die "Hartz-Reformen" münden wird. Die Jobbörse feiert ihren 10 Geburtstag.

Sommer 2002

Das Job-AQTIV-Gesetz mit einigen Veränderungen (Bildungsscheck, Vermittlungsgutschein) bringt im Kerngeschäft der BA, der Vermittlung in Arbeit, nicht die erwarteten Erfolge . Die sogenannte "Hartz-Kommission" wird einberufen und erarbeitet grundsätzliche Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht.

Herbst 2002

Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendberufshilfe (LAG JBH) werden neu gewählt. Über unseren Trägerverein allgemeine Jugendberatung e.V. (ajb) ist die Jobbörse stimmberechtigtes Mitglied geworden und beteiligt sich aktiv u.a. an der Erarbeitung eines Handbuches zu Qualitätsstandards - und an Strategien zur Kooperation zwischen dem Landesarbeitsamt Berlin/Brandenburg und der Landesregierung Berlin im Bereich der Jugendberufshilfe.

Herbst 2003

In den folgenden Monaten werden mehrere Anträge auf Förderungen bei Stiftungen gestellt. Im Jugendhilfeausschuss Pankow findet die sich jährlich wiederholende, sehr intensive und konträre Debatte um die Zuwendungen zur Förderung der Freien Träger der Jugendhilfe im Bezirk Pankow von Berlin statt. Die Mittel sind - wie jedes Jahr - weiter geschrumpft. Die Mitglieder des KJHA Pankow suchen die Projektes auf und informieren sich vor Ort. Sie machen es sich nicht leicht. Für einige Projekte reichen die Zuwendungsmittel nicht, es kommt zu Schließungen. Die Jobbörse selbst erhält nur noch ca. 60 % des Förderbedarfes. Die angestrebte Kooperation mit dem Arbeitsamt Berlin Nord, Dienststelle Pankow bei der Finanzierung der Jobbörse kommt nicht zustande. Die entsprechenden Förderinstrumente sind noch nicht installiert. Das Arbeitsamt ist mit der Umsetzung der "Hartz-Reformen" beschäftigt. Ein Kollege geht für vier Monate in die Arbeitslosigkeit.

Frühjahr 2004

Seit dem 01.01.2004 besitzt das Arbeitsamt Berlin Nord einen neuen Namen: Agentur für Arbeit Berlin Nord. Die Umstände für eine Förderung der Jobbörse ändern sich allerdings noch nicht. Die Jobbörse startet in das Jahr 2004 mit halber Kraft. In dieser Zeit kann die Jobbörse nur in einer Art Notvariante arbeiten, in der die Kontakte zu den Arbeitgebern aufrecht erhalten werden und die Vermittlung nur telefonisch - und nur für bereits registrierte Jobberinnen und Jobber erfolgt. Die Beratungsarbeit für Jugendliche muß leider auf ein Minimum eingeschränkt werden.
Aus der Arbeitslosigkeit heraus wird die Lobbyarbeit für die Jobbörse intensiv weiter betrieben. Mit Erfolg: Nach neuen Gesprächen erhält die Jobbörse schließlich ergänzende Zuwendungen des Jugendamtes Pankow und ist ab dem 01.05.2004 wieder voll arbeitsfähig. Das normale Tagesgeschäft wird wieder aufgenommen. Zusätzlich beteiligt sich die Jobbörse mit einem Mikroprojekt an dem Bundesprogramm LOS Lokales Kapital für soziale Zwecke: Mobile Jugendberatung / Jobbörse im QM Falkplatz und Helmholtzplatz in der Zeit von 03/2004 bis 07/2004.

Sommer 2004

Teile des Jump-Programms werden in das nouvellierte SGB III übernommen. In den Regelungen der §§ 240 ff. (Aktivierungshilfen) sieht die Jobbörse eine Chance für eine zukünftige, ergänzende Förderung durch die Agentur für Arbeit Berlin Nord. Ein erster Förderantrag wird allerdings abgelehnt, obwohl sich das Jugendamt Pankow finanziell und fachlich an die Seite der Jobbörse stellt. Ein zweiter Antrag, gemeinsam mit drei anderen Projekten, auf eine Förderung nach SGB III, §§ 240 ff. wird nachgeschoben - diesmal allerdings mit klarerer Aufgabentrennung zu der Vermittlungstätigkeit der Jobbörse. Das Teilprojekt "dropKICK" der Jobbörse wird konzipiert und ins Leben gerufen. Die Beratung, Förderung und Vermittlung von arbeitslosen Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf bei der Integration in berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB), Ausbildung und Arbeit bildet den Kern der Tätigkeit von "dropKICK". Erstmals kommt es zu einer Förderung im Rahmen des SGB III, an der das Jugendamt und die Agentur für Arbeit Berlin Nord in nahezu gleicher finanzieller Höhe beteiligt sind. Das Projekt "dropKICK" beginnt am 15.09.2204 zu arbeiten. Und noch ein kleiner Erfolg für die Jobbörse: In dem Kompendium "Aktive Arbeitsmarktpolitik nach dem SGB II" der Bundesagentur für Arbeit vom September 2004 wird die Homepage des Projektes Jobbörse als "empfehlenswerter Link" im Bereich Arbeitsvermittlung genannt.

Übrigens: Der Terminus "Jobbörse" wird inzwischen inflationär durch alle möglichen Institutionen genutzt, u.a. auch in unserem unmittelbaren Umfeld von der Bundesagentur für Arbeit, der Agentur für Arbeit Berlin Nord, dem Kommunalen Forum Pankow und von einem privaten Arbeitsvermittler in Pankow - in jedem Fall unterscheiden sich die fachlichen Philosophien und Ansätze, was wir als Namensgeber (seit 1988) nicht so toll finden. Allerdings kann leider der Name Jobbörse alleine nicht geschützt werden - nur im Zusammenhang z.B. mit unserem Schriftzug - das haben wir getan. Manchmal haben wir die skurile Situation, dass wir als "Ur-Jobbörse" telefonisch nach der Jobbörse gefragt werden...

Januar 2005

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Seit dem 01.01.2005 ist die Zusammenlegung der Arbeitslosenhilfe (ALHI) und Sozialhilfe zum ALG II geltendes Recht in Deutschland. Diese und andere Veränderungen werden sich in den nächsten Monaten zweifellos auf die Arbeit der Jobbörse auswirken. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die hauptsächliche Zielgruppe der Jobbörse - arbeitslose Jugendliche mit besonderm Förderbedarf und ohne Bezug von Sozialleistungen - anwachsen wird (Thema: Ausgrenzung!) und es ist zu befürchten, dass die Förderung der Projekte Jobbörse und dropKICK auf lange Sicht durch Einsparungen auf kommunaler Ebende und in den Agenturen für Arbeit mehr und mehr gefährdet ist.

14. März 2005

Die erste Laufzeit des Teilprojektes "dropKICK" von 6 Monaten ist beendet. Da es noch keine verbindlichen Zusagen für eine Neuauflage gibt, ist das Projekt vorerst beendet. Die Jobbörse selbst arbeitet aber in Notbesetzung - wie Anfang des Jahres 2004, s.o. - weiter; in der Hoffnung auf Fortsetzung der Aktivierungshilfen.
In ersten Gesprächen mit der Geschäftsführung der ArGe Pankow zeichnet sich die Bereitschaft ab, die zweite Hälfte der Finanzierung des Projektes "dropKICK" von der Agentur für Arbeit Berlin Nord, Dienststelle Pankow zu übernehmen.

01. April 2005

Auch aus der ArGe Pankow kommt am 05.04.05 die Informationen, dass der Zuwendungsbescheid für das Teilprojekt "dropKICK" unterschrieben ist.
Wir beginnen, wieder die volle Arbeitsfähigkeit herzustellen. Die ersten Neuzugänge sind bereits aufgenommen und entsprechende Beratungstermine wurden vereinbart. Unsere Jobber kamen am 09.04.05 zu ersten direkten Vermittlung in die Jobbörse!

01. September 2005

Das alte Spiel beginnt von Neuem: Die Finanzierung des Aktivierungs-Projektes "dropKICK" ab dem 01.10.05 ist nicht gesichert. Diesmal allerdings sind die kommunalen Behörden (Senatsverwaltung und Bezirksamt Pankow) die Ursache, weil es in Berlin noch keinen Haushaltsplan 2006/2007 gibt. Da aber eine weitere Phase der Finanzierung der Projekte der Aktivierungshilfe bis in das Jahr 2006 hinein reichen würde (01.10.05 - 31.03.06), kann demzufolge das Bezirksamt Pankow noch nicht über eine finanzielle Förderung der Projekte entscheiden.

01.Januar 2006

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Die Jobbörse ist tot - es lebe die Jobbörse!

Was ist passiert?

Zuerst die schlechte Nachricht:

Die Gemeinnützige Jobbörse kann ab dem 01.01.2006 als eigenständiges Projekt nicht mehr wie bisher existieren! Die finanzielle Förderung durch das Bezirksamt Pankow von Berlin ist nicht mehr ausreichend, den Wirtschaftsbedarf des Projektes zu decken - geschweige denn Personalstellen zu finanzieren.
Damit kann die bisherige Arbeit so nicht fortgesetzt werden.
Es ist nun leider auch klar, dass das Projekt "dropKICK" mit dieser Haushaltsentscheidung nicht weitergeführt werden kann.

Nun die gute Nachricht:
1.
Wir beginnen mit dem neuen Jahr auch ein neues Projekt mit dem Namen "CareSeite". Ähnlich wie die Jobbörse verbindet dieses neue Projekt sozialpädagogische Beratung von arbeitslosen Jugendlichen mit der dauerhaften Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt bzw. in Ausbildung. Allerdings gibt es dabei den wichtigen Unterschied, dass dies ein Projekt für Jugendliche aus ALLEN Berliner Bezirken ist, die NICHT im Bezug von Sozialleistungen stehen! Ein weiterer Unterschied ist die ergänzende psychosoziale Betreuung, die die Jugendlichen in dieser Zeit erhalten
Das Projekt "CareSeite" wird dankenswerter Weise durch die Stiftung Aktion Mensch gefördert.

2.
Da das Projekt Jobbörse in Berlin und Teilen Deutschlands bekannt ist, durch viele Geschäfts- und Kooperationspartner akzeptiert wurde und weiterhin durch das Jugendamt Pankow in allen Belangen unterstützt wird, halten wir es quasi als "Mini-Jobbörse" am Laufen. Damit soll erreicht werden, dass einerseits das Projekt "CareSeite" von den vielen Kontakten und Geschäftsverbindungen der Jobbörse zu Firmen, Institutionen und Ausbildungsbetrieben profitieren kann und dass andererseits besonders Pankower arbeitslosen Jugendlichen (trotz der starken finanziellen Einschränkungen im Budget) einen Anlaufpunkt für Beratungen hinsichtlich Jugendberufshilfe finden. Deshalb wird die Jobbörse ihre Kontakte zu den Jugendberatungshäusern in Pankow(alt), Weißensee und Prenzlauer Berg sowie zum regionalen Job-Center vertiefen.

Für das Projekt "CareSeite", als eigenständiges Projekt der Stiftung Aktion Mensch, wurde eine eigene Homepage erstellt. Näheres finden Sie / findet Ihr unter dem Button "Projekte".

August 2006

Es ist etwas ruhiger um die Jobbörse geworden.
Erster Grund dafür ist die Struktur, die wir aus den oben geschilderten finanziellen Gründen für das Projekt wählen mußten. Die täglichen Vermittlungszeiten entfallen z. B. Bis auf den Donnerstag Nachmittag, dem sogenannten "JobberCafé", kommen die Jugendlichen nicht mehr in so geballter Zahl zu uns.
Zweiter Grund ist die Dominanz der Beratung innerhalb des Projektes "CareSeite". Die personallen Kapazitäten von Jobbörse und "CareSeite" liegen bei 1:7! Entsprechend konzentrieren sich die Aufgaben auf die deutlich intensivere Beratung der Zielgruppe von "CareSeite": arbeitslose Jugendliche mit hohem Förderbedarf bei der Integration in Arbeit und Ausbildung und OHNE Bezug von Sozialleistungen.

Dennoch läuft die Akquisition von Arbeitsplätzen und -gelegenheiten wie in den Jahren zuvor sehr gut, da auch das Projekt "CareSeite" eine klare Arbeitsmarktorientierung hat. Die Vermittlungen finden nun (außer Donnerstags) telefonisch statt, indem wir den Jugendlichen die angeboteten Arbeiten telefonisch kurz beschreiben und - falls sie die Arbeiten übernehmen wollen - um einen zeitnahen Besuch der Jobbörse bitten. In dem darauf folgenden direkten Gespräch werden alle organisatorischen Formalitäten zur Arbeitsaufnahme und Bewältigung besprochen.

31. Oktober 2006

Natürlich freuen wir uns über die erneute Föderzusage des Kinder- und Jugendhilfeausschusses, die die Förderung des Jahres 2006 für die Jobbörse an eben diesem Tag für 2007 fortschreibt. Bei Betrachtung des Förderumfanges aller freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Bezirk Pankow im Vergleich zu den Vorjahren und dem erforderlichen Bedarf hält sich die Euphorie aber in Grenzen. Trotz der Förderung der Gemeinnützigen Jobbörse auch in 2007 bleibt die Tatsache bestehen, dass dieses Projekt am Übergang von 2005 zu 2006 mehr als 60 % seiner Fördesumme eingebüßt hat und damit - ohne das Projekt "CareSeite" (Förderung über die Stiftung Aktion Mensch) nicht arbeitsfähig wäre.
Dennoch gilt der Dank all` Jenen, die den Jobbörsenansatz akzeptiert haben und erkannt haben, dass Agentur und JobCenter auch in Pankow nur einen Teil der arbeitslosen Jugendlichen erreichen.

Nachsatz:
Die Erkenntnis, dass nicht alle arbeitslosen Jugendlichen in den Agenturen für Arbeit oder den JobCentern erfasst werden, hat sich u. a. spätestens seit dem Fortentwicklungsgesetz zum SGB II vom Sommer des Jahres 2006, durchgesetzt. Laut dem neu eingefügten § 15a des SGB II muss allen Jugendlichen, die einen Neuantrag auf ALG II (umgangssprachlich "Hartz IV") beim JobCenter stellen, ein Sofortangebot unterbreitet werden, sofern die Jugendlichen zwei Jahre vor Antragstellung keine Leistungen nach SGB II oder II bekommen haben.
Die Jobbörse wird sich zu diesem Thema auf regionaler Ebene positionieren.

13. Dezember 2006

An der Wahl der Bürgerdeputierten für den Kinder- und Jugendhilfeausschuss der BVV (Bezirksverordnetenversammlung) Pankow hat die Jobbörse erfolgreich teilnehmen können und mit 44 von 55 möglichen Stimmen der Bezirksverordneten ein beachtliches Ergebnis erreicht. Damit ist die Jobbörse wieder auf bezirklicher Ebene unmittelbar politisch aktiv.

Unser Haupt-Thema wird natürlich die Jugendberufshilfe sein. Hier spielt der Bezirk Pankow in Berlin zwar fast schon traditionell eine vorbildliche Rolle (z. B. durch den Kooperationsvertrag zwischen Kommune, Agentur für Arbeit, JobCenter und Schule), aber es gibt nichts, was man nicht noch besser machen kann!
Wir denken da z. B. an die Beteiligung der Freien Träger der Jugendhilfe an (fach-)politischen Entscheidungen im Bereich der Jugend(berufs-)hilfe, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Maßnahmen der beruflichen Bildung etc.

Aber auch zu den anderen Themen der Jugendhilfe werden wir unseren fachlichen Kenntnisstand erweitern, kompetent mitreden und aktiv -gestalten. Jedenfalls freuen wir uns auf die Arbeit im Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Bezirks Pankow von Berlin!

02. Januar 2007

Das Projekt "CareSeite" existiert nun schon mit einjähriger Erfahrung und die Arbeit geht sofort mit der Akquisition von Teilnehmern für das Jahr 2007 los! Konkret haben wir 30 freie Plätze für Berliner junge Erwachsene (18 - 25 Jahre), die nicht im Bezug von ALG II (Hartz IV) oder anderen Sozialleistungen stehen (ausgenommen Kindergeld) - und Interesse daran haben, noch in diesem Jahr fest in Ausbildung, Arbeit, Nachholen von Schulabschlüssen, FSJ/FÖJ o. a. integriert zu werden.
Pankower Jugendliche haben natürlich einen "Heimvorteil" durch die räumliche Anbindung von "CareSeite" an das "Jugendberatungshaus TriAs" in der Region Prenzlauer Berg, aber Jugendliche aus allen anderen Bezirken Berlins sind - wie auch im letzten Jahr - herzlich Willkommen!
Näheres dazu auf unserer Homepage:

März 2007

Wir sind voll!
Das Projekt "CareSeite" ist - nicht zuletzt Dank eines Artikels in der "Berliner Woche" - sehr schnell ausgelastet. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer können wir nun zwar nicht mehr aufnehmen, aber Fragen beantworten wir gern und helfen, wenn es irgendwie geht.

April 2007

Bezüglich unserer "Jobbörse" bahnen sich gravierende Veränderungen an - wie leider meist zu dieser Zeit keine Guten!
Das "Jugendberatungshaus TriAs" wird mit großer Sicherheit noch in diesem Jahr geschlossen. Näheres ist noch nicht bekannt - aber es ist zu befürchten, dass es ein vergleichbares "Jugendberatungshaus TriAs" an einem anderen Ort im Bezirk Pankow nicht meht geben wird!
Damit muss (nach den Jugendberufshilfen/Jugendberatungen in den Regionen Weißensee und Pankow) auch die Region Prenzlauer Berg ohne dezentrale Jugendberatungseintrichtung auskommen, denn die entsprechenden Projekte und Mitarbeiter werden in die bestehenden Rathäuser/Jugendämter integriert.

Mai 2007

Nun ist es amtlich: Ende August / Anfang September 2007 wird das "Jugendberatungshaus TriAs" in der Storkower Str. 56 leergeräumt! Nach derzeitgem Stand werden wir - die Mitarbeiter und Projekte - in das Jugendamt in der Danziger Str. 81 integiert.
Weitere Bedingungen werden aktuell vereinbart und wir informieren darüber.

Juni 2007

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre Homepage umgestellt!
Nun wird dort auch die Jobbörse gewürdigt - wenn auch ungewollt. Irgendwann mit Einführung der neuen Software hat sich die BA für diesen Namen entschieden und nun steht er gleich auf der Startseite!
Naja, sicher sind nicht wir gemeint, denn wir konnten nur unseren Schriftzug patentieren lassen - nicht unsere Wortschöpfung von 1988...!

Freuen wir uns also über die "neue" Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, besonders, weil die Bilder nur fröhliche lächelnde Menschen zeigen.
Das zaubert auch uns ein Lächelns ins Antlitz!
>cheeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeese<

August 2007

Der angekündigte Auszug des gesamten "Jugendberatungshauses TriAs" wird im September 2007 vollzogen und das Haus in der Storkower Str. 56 steht mit dem 30.09.2007 leer!
Für die Jobbörse bedeutet das, dass wir am 27.09.2007 umziehen werden. Ab diesem Tag gilt folgende Adresse:

Gemeinnützige Jobbörse Berlin
Danziger Str. 81
10405 Berlin

Unter dieser Adresse befindet sich das Jugendamt, in das wir wohlwollend - aber doch mit behördlicher Distanz - aufgenommen werden. Unsere Räume liegen gleich im Erdgeschoss links.

November 2007

"Der Umzug ist geschafft"
Wir danken allen Jobbern, die uns geholfen haben. Sie haben freiwillig und unentgeltlich mitgemacht, so dass der reine Umzug ohne Probleme vonstatten ging.
Bedanken möchten wir uns auch bei den Hausmeistern des Bezirksamtes in der Fröbelstraße und besonders dem IT- und TK-Bereich. Wir hatten mit unserem Internet-Provider einige Ungereimtheiten (bis zum 6.11.07 hatten wir keinen eigenen Internetzugang!!!) und waren sehr auf die Kooperation seitens des Bezirksamtes angewiesen - auch seitens des Jugendamtes, in dem wir nun untergebracht sind. Letztlich technisch und organisatorisch alles in Butter!

Der Alltag kehrt nun wieder ein und die Beratung trägt - trotz der späten Zeit im Ausbildungsjahr - immernoch Früchte. Wir haben Ende Oktober / Anfang November noch einige junge Ausbildungssuchende unterbringen können.
Da wir nun zentraler im Prenzlauer Berg liegen, sehen die meisten Jugendlichen Vorteile bei der Vor- und Nachbereitung der Jobs. Allerdings haben wir keinen Vermittlungsraum mehr in der Größe wie in der Storkower Straße. Das schafft, auf Grund der Enge, keine so entspannte Vermittlungsatmosphäre. Dabei ist eher noch mit höherem Zulauf zu rechnen...

Januar 2008

Der Jahreswechsel veranlasst uns, wieder einmal auf die Jugendberufsnotlage hinzuweisen.

Trotz aller bundesweiten oder regionalen Programme für Arbeit und Ausbildung von Jugendlichen - es wird wieder ein hartes Jahr für alle die Jugendlichen, die nicht so ganz ins System passen; insbesondere für diejenigen, die - trotz möglicher Anspruchsberechtigung - nicht im Bezug von ALG II (sogenanntes "Hartz IV") stehen bzw. wegen fehlender Mitwirkung rausfallen und sich irgendwie allein durch den Alltag kämpfen.
Wir haben in Deutschland ein Strukturproblem, dass schon in der elterlichen Erziehung beginnt, sich in der Schule fortsetzt und letztlich danach für viele in die Jugend-Arbeitslosigkeit führt.

Na klar sollte man spätestens mit 18 soweit sein, sich aktiv für seine Belange auch bezüglich der beruflichen Integration einzusetzen. Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jobbörse und CareSeite sind nicht diejenigen, die hier bedauernd eine Hängematte für Jugendliche aufbereiten. Bei uns geht es um klare Eigenaktivität unserer jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
ABER:
Wir stellen fest, dass zu viele Jugendliche einfach nicht in der Lage sind - ob wegen intellektueller oder sozialer Defizite - ihren Weg in die Berufswelt zu finden. Was Eltern - egal ob arm oder reich - ihren Kindern an sozialer Kälte und kommunikativen Unvermögen zumuten, ist untragbar. Und was pädagogische Institutionen nicht leisten (oder leisten können - natürlich auch Das!) ist eine gesellschaftliche Katastrophe im reichen Deutschland.

Von der Politik ist hier kaum etwas zu erwarten. Den Parteien fällt nicht viel mehr ein als der Ruf nach Jugendcamps für auffällig aggressive Jugendliche, nach höheren Jugendstrafen und populistischen Aufrufen, Appellen und millionenschweren Sonderprogrammen.
Es gibt offensichtlich keine Generallösung und deshalb sind es unserer Meinung nach die regionalen Aktivitäten, die gefördert werden müssen. Wir alle, Eltern, Fachkräfte und Jugendliche, müssen uns dafür einsetzen, dass unsere Landesregierung, der Senat von Berlin, den Bezirken nicht das Wasser abgräbt. Dieser Prozess setzt sich nun schon mehrere Jahre fort. Den Bezirken fehlt es an Handlungsspielraum, sich den Problemen insbesondere mit ausreichenden finanziellen Mitteln zu widmen. Wir haben eine dramatische Mängelverwaltung auf bezirklicher Ebene; regionale Politiker reagieren statt zu agieren. Löcher werden mit Mitteln gestopft, durch deren Wegfall neue Löcher entstehen.

Und es sind gerade sozialstrukturelle Löcher, die entstehen und immer weiter wachsen. Einsparungen betreffen den Jugendförderbereich ebenso wie den Bildungsbereich oder die Unterstützung sozial Schwacher ganz allgemein. In diesen Bereichen wird geplündert, weil man meint, es gäbe immer noch etwas zu holen.
Die (Aus-)Bildungsträger müssen einsparen, was sich wieder auf die Qualität der beruflichen Ausbildung auswirkt. Freie Träger fahren personelle Notprogramme, um ihre Angebote für Kinder und Jugendliche überhaupt noch aufrecht zu erhalten. Kommunale Kinder- und Jugendprojekte werden notgedrungen geschlossen oder an freie Träger übergeben, in der Hoffnung, dass diese dann das Angebot irgendwie über Wasser halten (siehe oben).

Wir als Jugendberufshilfeprojekte sagen an dieser Stelle entschieden "STOP!". Pädagogische und soziale Förderung von Kindern und berufliche Förderung von Jugendlichen kostet Geld! Dafür setzen wir uns ein; entgegen dem allgemeinen Trend der Mittelkürzung durch Politiker und Parlamente.

In diesem Sinne ein internes Thema:

Das Projekt "CareSeite" geht in die letzte Phase der Finanzierung über die Stiftung Aktion Mensch! Bis zum 31.12.2008 haben wir (vermutlich) letztmalig 30 freie Plätze für Berliner junge Erwachsene (18 - 25 Jahre), die nicht im Bezug von ALG II (Hartz IV) oder anderen Sozialleistungen stehen (ausgenommen Kindergeld) - und die Interesse daran haben, noch in diesem Jahr fest in Ausbildung, Arbeit, Nachholen von Schulabschlüssen, FSJ/FÖJ o. a. integriert zu werden.

Um relativ locker bis zum Herbst beruflich den Übergang nach der Schule zu schaffen, ist es günstig, sich spätestens bis März 2008 bei uns zu melden - das haben die letzten beiden Jahre gezeigt. Also: Frisch auf!

Pankower Jugendliche haben natürlich "Heimvorteil" durch die räumliche Anbindung von "CareSeite" an die Jobbörse und das Jugendamt Pankow (Danziger Str. 81), aber Jugendliche aus allen anderen Bezirken Berlins sind - wie auch im letzten Jahr - herzlich willkommen!

Näheres dazu auf unserer Homepage:
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Juni 2008

Im aktuellen Antragsverfahren zur Finanzierung der Jobbörse im Jahr 2009 werden wir umdenken müssen. Durch die finanzielle Unterstützung über die Stiftung Aktion Mensch haben wir für 3 Jahre (01.01.2006 bis 31.12.2008) zusätzliche Mittel in den Bezirk Pankow geholt.
Wie sich abzeichnet, wird es auf Grund der Haushaltssituation im Bezirk Pankow und Berlin insgesamt, insbesondere der Förderung der Kinder- und Jugendhilfe in freier Trägerschaft, keine Rückkehr zu einer Bedarfs-Finanzierung der Jobbörse geben. Zwar sieht unser Förderantrag dies vor, aber erwartungsgemäß wird dem nicht stattgegeben werden.
Das bedeutet, dass wir derzeit absehbar ab dem 01.01.2009 nicht mehr arbeitsfähig sind. Deshalb werden wir vorbeugend neue Förderquellen erschließen müssen, um die Existenz der Jobbörse zu gewährleisten. Eine Idee ist es, das Projekt CareSeite mit den vorgesehenen geringen Mitteln der Jobbörse zu verstetigen - als Aktivierungshilfe nach § 241 SGB III. Das bedeutet, dass wir mit dem Jugendamt Pankow und dem JobCenter Pankow in Verhandlung gehen müssen.
Der Name Jobbörse, der im Arbeitsmarkt verankerten und bekannten ist, wird als Markenname bei der Akquisition und im Marketing aufrecht erhalten. Die fachliche Arbeit wird im Projekt CareSeite geleistet.
Soweit die Idee!

Oktober 2008

So, wie wir es vermutet hatten, fällt der Fördervorschlag des Jugendamtes Pankow für den Kinder- und Jugendhilfeausschuss für unser Projekt aus: Die bereitstehende Summe für 2009 reicht allein nicht aus, um die Jobbörse arbeitsfähig zu halten!
Wir sind noch bei den Kooperationsgesprächen!

November 2008

Unsere Gespräche mit dem Jugendamt und dem JobCenter waren erfolgreich: Ab dem 01.01.2009 bis zum 30.06.2009 wird es eine weitere Aktivierungshilfe im Bezirk Pankow von Berlin geben: das Projekt CareSeite !

So weit - so gut!

Aus fachlicher Sicht gibt es - nur für die Fachkräfte Jugendberufshilfe durchschaubar - aber das Problem der avisierten Änderungen im SGB III und II ab dem 01.01.2009. Kurz benannt bedeutet dies u.a., dass die Aktivierungshilfen rechtlich neu verankert werden (§ 46 SGB III). Thematisch (berufliche Beratung und dauerhafte Vermittlung in Ausbildung und Arbeit) liegen wir mit CareSeite zwar absolut im Trend. Sollten die Gesetzesänderungen aber so, wie geplant kommen, bedeutet dies, dass das neue Projekt CareSeite nicht mehr über das Jugendamt UND das JobCenter gemeinsam finanziert wird, sondern sich auf Ausschreibungen der Agentur für Arbeit bewerben muss und dann ein 100%ig finanziertes Projekt über das JobCenter werden kann.
Neben einigen anderen wichtigen Auswirkungen kann es ab Juli 2009 passieren, dass uns die Zielgruppe der jungen Nichtbezieher von Sozialleistungen (Dunkelziffer der Jugendarbeitslosigkeit) verloren geht!

18. November 2008

Im KJHA (Kinder- und Jugendhilfeausschuss) wird zwar die Förderliste 2009 beschlossen, aber es kommt seitens der Jugendamtsleitung die Hiobsbotschaft, dass dem Bezirk Pankow entsprechend der Landesverfassung Berlin (§ 89) die Zwangsverwaltung durch den Senat droht. Das würde auch bedeuten: Keine Förderung der Kinder- und Jugendprojekte in Freier Trägerschaft ab dem 01.01.2009 und damit das AUS für ca. 47 Projekte, die insgesamt etwa 3.000 Pankower Kinder- und Jugendliche in deren Freizeit betreuen oder Jugendberufshilfe (wie wir), Lebensberatung und Jugendhilfe anbieten.
Alle unsere Vorbereitungen und erfolgreichen Verhandlungen sind ersteinmal dahin mit dieser Entscheidung der Senatsverwaltung Finanzen.

26. November 2008

Endlich sind die Freien Träger im Bezirk aufgewacht! Das ganze Jahr war unter den Sozialarbeitern/-innen und Erziehern/innen - trotz der drohenden Wolken am Pankower Finanzierungs-Himmel - "nur" Projekt-Arbeit angesagt. Das reicht aber längst nicht mehr aus! Bei den Schwächsten wird weggekürzt, was das Zeug hält, nicht nur in Berlin! Und wir als Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind auch dafür verantwortlich, uns dagegen zu wehren. Im Interesse unserer Projektnutzerinnen und Nutzer.

Kurz und gut: Es wurde das

Pankower Aktionsbündnis für Kinder und Jugendliche

gegründet.

Mit großem Engagement, wie in alten Prenzlauer Berger Zeiten, werden sehr schnell Fraktions- und Abgeordnetenbesuche organisiert, Protestschreiben verfasst, parlamentarische Sitzungen aufgesucht, Druckerzeugnisse erstellt, Medien kontaktiert, Demonstrationen geplant, die bereits erwähnte Homepage erstellt u.v.a...
Die Vielfalt und Kreativität der Ideen und Aktivitäten zeigt, wieviel Power entsteht, wenn alle gemeinsam agieren. Die Jobbörse ist mittendrin und bringt die Möglichkeiten, die sie über die ehrenamtliche Gremienarbeit hat, mit ein.

Januar 2009

Über Jobbörse und CareSeite wurde in den letzten Tagen des Jahres 2008 doch noch positiv entschieden. Dank eine Umwidmung von Haushaltsmitteln, veranlasst durch die Bezirksstadträtin Frau Keil, Jugend und Immobilien, und Dank der Unterstützung des JobCenters Pankow ist das Projekt weiter existent - vorerst befristet bis zum 30.06.2009.
Allerdings wird es einige Änderungen geben. Grundsätzlich gilt aber, dass zu uns weiterhin Pankower Jugendliche zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr kommen können, die aktuell keine berufliche Perspektive für sich sehen bzw. bisher vergeblich versucht haben, eine Ausbildung zu erhalten, Schulabschlüsse nachzuholen etc. oder eine Arbeit zu finden.

Alle Pankower Jugendliche zwischen 18 und 25, die sich mit genannten (und ungenannten) Problemen in ihrer beruflichen Entwicklung herumplagen, können bei uns Hilfe suchen.

Zudem ist es nach wie vor möglich, sich über Jobs - und deren faire Entlohnng - Taschengeld hinzu zu verdienen, um finanziell etwas unabhängiger leben zu können oder ggf. ganz auf eigenen Füßen zu stehen.

Jobbörse und CareSeite sind jetzt gemeinsam eine sogenannte "Aktivierungshilfe" (lt. § 240 SGB III bis 30.06.2009). Diese unterstützt arbeitslose Jugendliche bei der Findung und Umsetzung von eigenen beruflichen Zielen. Parallel zu diesen Beratungen werden die Jobs über das Projekt CareSeite vermittelt.

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Mai 2009

Nun steht fest, dass es für das Projekt Jobbörse keine weitere Finanzierungsgrundlage mehr geben wird: Mit dem 30.06.2009 läuft die Förderung des Projektes aus und für das seit 1991 im Prenzlauer Berg / Pankow von Berlin existierende Jugendberufshilfeangebot der Jobbörse stehen keine kommunalen Gelder mehr zur Verfügung.

Dahinter verbergen sich eine Vielzahl von fachlichen und fachpolitischen Folgethemen, die - auf Grund der gravierenden Auswirkungen für den Bezirk Pankow von Berlin - zu benennen wären. Das wichtigste Thema ist der Verlust der Zielgruppe derjenigen arbeits- und ausbildungssuchenden Jugendlichen unseres Projektes, die nicht in den Rechtskreisen der SGB II, III, IX oder XII beraten und unterstützt werden, aber dennoch Unterstützungsbedarf nach dem SGB VIII in berufsrelevanten Fragen haben.
Das spezielle Angebot der Jobbörse war hier ein sehr gefragter und fachlich kompetenter Anlaufpunkt für Jugendliche.

Und - wie in vielen Fällen - sind es ausschließlich monetäre Gründe, die die Jugendhilfelandschaft ausdünnen. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin hat mit Wirkung vom 01.01.2009 eine Hauhaltssperre für den Bezirk Pankow verordnet. Zielgerichtete fachliche Jugendberufshilfe ist kaum noch möglich - sie steht nun nahezu vollständig unter dem Diktat der Finanzen.

Geld regiert die Welt und der Hauptausschuss die Fachausschüsse.

"Wie also weiter?"

Eine mögliche, zumindest teilweise Alternative ist das Projekt CareSeite. Im Rahmen des SGB II gibt es die Möglichkeit der freien Förderung nach § 16 f. Ein entsprechender Antrag an das JobCenter Pankow wurde unsererseits gestellt und wir warten auf eine Entscheidung. Projektstart für voraussichtlich 1 Jahr wäre der 01.07.2009.

Der dicke Wehrmutstropfen daran ist, dass es sich dann nur noch um Jugendliche des Rechtskreises SGB II handelt, die innerhalb des Projektes CareSeite beraten und vermittelt werden können. Das wäre ein Einschnitt im Vergleich zum Projekt Jobbörse und verändert die im Ursprung ähnliche Philosophie der Projektarbeit: Zugang für alle arbeitslosen Jugendlichen - unabhängig von der aktuellen Lebenssituation.

Dennoch haben wir uns dazu entschlossen, diesen Antrag zu stellen, denn ca. 60 % der Teilnehmenden an der Jobbörse sind Beziehende von ALG II und würden somit im Projekt CareSeite weiterhin Unterstützung finden.

Eine Entscheidung zum Antrag ist nicht von Mitte Juni 2009 zu erwarten.

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Juli 2009

Das Projekt CareSeite ist bewilligt worden. Das hat die beiden bereits erwähnten wichtigen Veränderungen mit sich gebracht:
   
1. Das Projekt Jobbörse existiert in dem ursprünglichen Sinne nicht mehr, weil es einen freien Zugang aller arbeitslosen jungen Erwachsenen aus dem Bezirk Pankow von Berlin nicht mehr gibt.
   
2. Das Projekt CareSeite ist ein weiteres Mal modifiziert worden. Aus einem Projekt für junge Nichtbeziehende von Sozialleistungen wurde eine "Aktivierungshilfe" nach § 240 ff. SGB III und nun ein Projekt im Rahmen der Freien Förderung gemäß § 16f SGB II.
   
Was bleibt? Wir arbeiten weiterhin als ein Jugendberufshilfeprojekt, zwar mit einem eingeschränkten Zugang, aber immerhin...
   
Obwohl also das Projekt Jobbörse quasi nicht mehr existent ist, verwenden wir den Namen weiter in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, denn er ist seit Jahren etabliert und unsere Auftraggeber und Geschäftspartner sind damit vertraut.
   
CareSeite ist somit das Folgeprojekt und als solches ersteinmal bewilligt bis zum 30.06.2010. Weiterhin vermitteln wir alle Teilnehmenden einerseits in Helfertätigkeiten und beraten andererseits in allen beruflichen und sozialpädagogischen Fragen - individuell ausgerichtet. Zudem bleiben unsere bewährte Rechtsberatung und die Schuldnerberatung bestehen.

Zugang haben aber nur noch Pankower Jugendliche, die ALG II (Hartz IV) beziehen und uns von den Arbeitsvermittlern bzw. Fallmanagern des JobCenters Pankow zugewiesen werden.
Alle arbeitslosen Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren, auf die diese Voraussetzung zutreffen und die gern bei uns mitmachen wollen, können bei ihren Arbeistvermittlern und Fallmanagern im JobCenter Pankow einen entsprechenden Antrag stellen.

März 2010

Unser Projekt kommt gut an - sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Arbeitsvermittlern und Fallmanagern des JobCenters Pankow. Insgesamt haben seit Beginn des Projektes über 40 Jugendliche teilgenommen. Das entspricht in etwa 75 % der Kapazität des Projektes - noch nicht optimal, aber für diese neue Form der Teilnahme doch ein guter Anfang.
   
Dass der soziale Bereich stark unter finanziellem Druck steht, bekommen wir nun aber auch im Rechtskreis SGB III und II zu spüren, denn die Bundesagentur für Arbeit verordnet in Absprache mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Anfang März 2010 eine Haushaltssperre für alle JobCenter für die sogn. "Eingliederungstitel" - also alle Leistungen, die der Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt dienen.
   
Somit droht uns wieder Ungemach. Eine Zuweisung von Teilnehmenden durch die Arbeitsvermittler und Fallmanager des JobCenters Pankow ist nun vorerst nicht mehr möglich. Wir bekommen wiedereinmal Existensprobleme! Es ist für alle Betroffenen unzumutbar und hat zur Folge, dass alle Beteiligten sich wieder einmal mehr mit Rahmenbedingungen befassen müssen, als mit Inhalten.

Juni 2010

Kurz vor dem Ablauf der ersten Förderperiode am 30.06.2010 kommen aus dem JobCenter Pankow sehr positive Signale für eine Weiterförderung des Projektes CareSeite für ein weiteres Jahr auf der Basis des § 16f SGB II. Die Zusammenarbeit mit Fallmanagern und Arbeitsvermittlern im JobCenter Pankow wird als sehr positiv und erfolgreich angesehen und soll bis Juni 2011 fortgesetzt werden. Die Kürzung in der Mittelzuweisung für die JobCenter drückt allerdings auf die Budgets. Im Moment wird an den Verträgen gearbeitet.
   
Effizienzprobleme bei der Eingliederung junger Arbeitsloser in Ausbildung und/oder Arbeit, die nunmehr seitens der Politik hinsichtlich des Maßnahmekatalogs der Bundesagentur für Arbeit ins Spiel gebracht wurden, haben wir nicht. Mit unserer Projektstruktur und -methodik konnten wir die Mehrheit der uns zugewiesenen, meist langzeitarbeitslosen Jugendlichen für unsere Angebote interessieren und sie damit mehr als in vorangegangenen Maßnahmen an uns binden. Damit wurde die Ausgangsbasis für die individuelle sozialpädagogische und berufliche Beratung und für die Vermittlung in Helfertätigkeiten geschaffen.
Trotz der Probleme mit den Rahmenbedingungen bei der Förderung blieben wir hoffnungsvoll.

Juli 2010

Der neue Vertrag ist vereinbart und wir beginnen zu arbeiten!

September 2010

Wieder ein Umzug!
Am 09.09.2010 sind wir mit unserem Projekt CareSeite/Jobbörse in die Schönfließer Str. 7 in 10439 Berlin umgezogen. Das Projekt liegt nun etwas abgelegen am hinteren rechten Eingang des ehemaligen Schulgebäudes in der Nähe der Bornholmer Str.
   
Der absolut negative Aspekt des Umzugs ist, dass wir als Projekt eines Freien Trägers der Jugendhilfe nunmehr fachlich nahezu vollständig abgekoppelt sind von der Arbeit des Jugendberufshilfe-Netzwerkes der Kompetenzagentur Pankow. Diese ist zwar ebenfalls aus den Räumen in der Danziger Str. 81 ausgezogen - aber direkt in das Bezirksamt, Haus 5.
Organisatorisch ist dies ein Kompromiss in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Pankow von Berlin, weil es keine räumlichen Alternativen gab - aus fachliche Sicht aber ist es für die Jugendlichen/jungen Erwachsenen katastrophal!
   
Die Zugänge für Jugendliche zur Jugendberufshilfeberatung unseres Projektes wurden weiter erschwert.

Presse-Stimmen


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07.10.1992 Berliner Zeitung (pdf)
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20.03.1997 BZ (pdf)
20.03.1997 Die Welt (pdf)
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27.12.2007 Berliner Woche (pdf)
11.02.2009 Berliner Woche (word)

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